Vermischtes am Sonntag

 

  • Das Rangemaster Oral Histories Projekt: Gespräche mit den Großen dieser Zeit über’s Schießen. Geiles Zeug. Sollte man genau so lesen wie andere Berichte von Zeitzeugen. Jim Cirillos „Tales of the stakeout squad“ sollte ich schon mal erwähnt haben, ebenso hoffentlich „Holloway’s Raiders“ von E. R. Walt, das Buch, was meine Position zur Shotgun völlig geändert hat.
  • Beim letzten Pistolen-Schießen hatte HW ein geiles Kartenset dabei –  das Re-Factor Dead Man’s Hand Shooting Deck: Dort hat man eine Zielscheibe mit Zielen, die sich in Farbe, Form und Inhalt unterscheiden und Spielkarten, die eine bestimmte Abfolge von Zielen vorgeben. Sehr gut, um Denken beim Schießen zu üben. Es hat zwei Schwächen, finde ich: Zum einen sind die komplexeren Aufgaben sehr leicht, wenn man auf die Zielscheibe schaut, weil Abfolgen, die auf der Karte  wahnsinnig zufällig aussehen, oft sehr simple Abfolgen auf der Karte sind. Zum Anderen ist das Spiel nicht für Wettbewerbe zu benutzen, weil die Aufgaben einen unterschiedlichen Zeitaufwand haben. Eventuell kann man es passend sortieren.
  • Spartanat lese ich arg selten, sollte ich häufiger tun1. Da gibt es auch einen Test von taktischen Jeans. Nun sehe ich überhaupt keinen Wert in irgendeiner der vorgestellten Hosen. Niemand braucht geheime Taschen über dem Steißbein, auf die man fallen kann, niemand braucht Schlaufen in der Tasche für irgendeinen speziellen Gegenstand, den ein Designer ohne Praxiserfahrung sich da hin überlegt hat. Seit Jahren ist taktische Ausrüstung modular. Wisst Ihr, was ich für die optimale Jeans für den Schießeinsatz halte? Die Engelbert Strauss Men’s Comfort Stretch. Denn eine taktische Jeans braucht große Hosentaschen für Zeug und muss stretchen, damit man sich hinhocken kann. Wer die Hosentaschen organisieren muss, besorgt sich ein Pocket Shield und kann sein Zeug sogar morgens schnell von der einen in die andere Hose wechseln.
  • Ein schöner Bericht über den bekanntesten „good guy with a gun“ der Neuzeit. Unvorbereitet, barfuß, hat den Schützen verfolgt nachdem dieer seinen Angriff abgebrochen hatte – alles Dinge, die wir Waffenbesitzer 2.0 vermutlich nicht empfehlen würden. Und noch dazu ein überaus religiöser Christ, was der linken Mehrheit sauer aufstoßen dürfte. Und trotzdem ein Held. Schaut mal mit Bedacht darauf, wie schlecht es trotzdem allen Beteiligten geht und wieviel Selbstzweifel einhergehen mit so einer objektiv guten Tat („wenn ich nur 30 Sekunden früher…“). Meine Lektion: Wargame the aftermath. Anders gesagt: Denkt mal über die Konsequenzen nach, selbst wenn eigentlich alles gut läuft.
  • Einige hier machen Intermittent Fasting. Ist ja auch hipp. Hier ist einer der seltenen guten Artikel bei T-Nation2 zu diesem Thema: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/5-ways-to-screw-up-intermittent-fasting – was nehme ich mit? Frühstück ausfallen lassen ist kein IF. Wer noch verdaut, ist nicht in der Fastenphase. Anstrengung gehört in die Fastenphase, nicht die Futterphase. Auf einmal isses dann doch nicht mehr leicht.
  • Mein Draw ist langsam. So kriegt man ihn wieder flott. Ansonsten gibt es hier eine kluge Bemerkung: Wer auf Kursen gut ist, kriegt wenig Tipps. Das ist so fundamental wahr, dass wenige die Konsequenz daraus ziehen.

Angemessen schnell schießen

Beim Pistolentraining am vorletzten Samstag und Sonntag ist mir was aufgefallen, worüber ich nie geschrieben habe, weil es einer der ganz wenigen Fehler ist, die ich nie gemacht habe: Das Verhältnis zwischen Zielgröße und Schussgeschwindigkeit3

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